Ein Lichtblick im grauen Frühling – endlich Laufwetter

15.06.2015

Ein Lichtblick im grauen Frühling – endlich Laufwetter

Zum ersten Mal nach zwei Wochen nebeliger, grauer, nasskalter Matsche setzt sich an diesem Morgen endlich wieder einmal die Sonne durch. So etwas hört man eher selten von jemandem, der in Colorado wohnt und normalerweise von mehr als 300 Sonnentagen im Jahr verwöhnt wird. Umso mehr zieht es mich sofort hinaus für meinen ersten Frühlingslauf im Wald.

Da ich weiss, dass dieser Wetterumschwung nicht lange anhalten wird, hole ich schnell meine Laufbekleidung aus dem Schrank, packe Trinkblase und Wetterschutzjacke in einen kleinen Rucksack und mache mich mit unserer Hündin Khana auf den Weg nach draussen. Idyllisch liegt der See vor unserem Haus. Aufgrund des Wetters der vergangenen Tage ist der Wasserstand sehr hoch; die Bäume und Pfade nahe am Ufer sind komplett von Wasser umschlossen. Deshalb laufe ich über einen etwas höheren Trail als sonst. Endlich kann ich Khana von der Leine lassen und so laufen wir beide durch den Wald hinter unserem Haus, während sich neuer Nebel zwischen den Bäumen bildet.

Treffen der Jahreszeiten

Der Trail bietet auf einer kurzen Strecke Varianten aller Jahreszeiten: Viele der Pfade im höheren Gelände haben sich in kleine Bäche verwandelt, auf schattigen Flächen liegt noch immer etwas Schnee, während manche offenen Areale eher trocken aussehen und dort bereits die ersten Wildblumen wachsen. Der Frühling in Colorado zeigt sich von seiner vielfältigsten Seite.

Doch zum Bewundern der Natur bleibt nur wenig Zeit, denn Khana „fliegt“ mit wehender Zunge an mir vorbei und gibt das Tempo vor. Der Pfad führt uns auf einen Hügel und wieder hinunter in einen Wald bis auf eine Lichtung mit einer alten, verfallenen Hütte aus dem frühen 20. Jahrhundert. Hier machen wir eine kurze Rast und versuchen durch das Fenster der Hütte einen Blick in vergangene Zeiten zu erhaschen. Was wohl die Goldsucher, die hier gelebt haben, an einem regnerischen Tag gemacht haben?

Auf dem Rückweg müssen wir einen Zahn zulegen, da sich hinter den zackigen, verschneiten Spitzen der Berge bereits eine neue Regenfront anbahnt. Kurz bevor wir ankommen, fallen die ersten Tropfen und der Frühling zeigt sich wieder von seiner herbstlichen Seite …

Abrie Brutsche

Abrie Brutsche

„Draussen zu sein beruhigt mich, gibt mir Energie und hebt die Laune.“

Abrie ist zu Hause in den Bergen von Colorado – ob kletternd, mit dem Mountainbike oder auf Skiern. Trotz Krankenschwester-Ausbildung: Zeit zum Draussensein, Kochen, für Familie und Hund bleibt immer. Mit Jack Wolfskin war sie u. a. in Island und Südafrika.

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