Store-Betreiber im Porträt: Silja Schneider, JW Store, Bonn

Die Menschen, die unsere Jack Wolfskin Community ausmachen, sind so unterschiedlich wie die Situationen, für die wir unsere Produkte entwickeln. Natürlich gibt es unsere Jack Wolfskin Family, jene Abenteurer, die für euch aus den verschiedensten Ländern dieser Erde zu fast jeder Outdoor-Aktivität von ihren Erlebnissen berichten. Aber auch die Menschen, die weniger auf den Social Media Kanälen sichtbar sind, leisten jeden Tag einen großen Beitrag, um Jack Wolfskin zu einer der erfolgreichsten Outdoor-Marken Europas zu machen. Mitarbeiter:Innen in der Zentrale in Idstein, sowie Hunderte von Store-Betreiber:Innen auf der ganzen Welt, die euch im persönlichen Kontakt mit Wissen und Erfahrung täglich bestens beraten.

Eine von ihnen ist Silja Schneider. Schon ihr ganzes Leben lang ist sie eng mit Jack Wolfskin verbunden. Ihre Eltern sind seit Gründung der Marke Teil des Jack Wolfskin Universums. Als Kind war Silja Schneider gemeinsam mit ihren Geschwistern als Modell im Katalog, seit 2016 leitet sie den Jack Wolfskin Store in Bonn. 

silja schneider lagerfeuer

Wie bist Du zu Jack Wolfskin gekommen?

Mein Vater war früher gemeinsam mit Jack Wolfskin Gründer Ulrich Dausien bei den Pfadfindern. Schon damals, als er die Marke gegründet hat, hat meine Familie im Lager geholfen. Später haben sie vor der Uni in Köln einen Tisch aufgestellt und die ersten Rucksäcke verkauft, so haben sich meine Eltern ihr Studium finanziert. Relativ schnell danach haben Sie einen Multi-Label-Store in Bonn eröffnet. Erst unter dem Namen Sine (Spitzname von Ulrich Dausien, Anm. der Redaktion), der dann später im Jahr 1988 in Steppenwolf umbenannt wurde. 1997 haben sie dazu den Jack Wolfskin Store in Bonn eröffnet, dies war der siebte Store überhaupt.

Als Kindermodell bist du in den früheren Katalogen zu sehen. Wie kam es dazu?

Mein Vater ist irgendwann aus dem Handel ausgestiegen, war aber dann in der Werbung tätig unter anderem für Jack Wolfskin. 1997 bin ich dann gemeinsam mit meinen Geschwistern im Katalog gelandet. Von klein auf war ich immer mit in den Läden dabei, zum Beispiel auf Messen. Mir hat das großen Spaß gemacht, als Kind habe ich gerne in den Ferien geholfen, etwa Kataloge versandfertig gemacht. Mein Bruder und ich haben uns so in zwei Tagen Rollerblades bei unserer Mutter erarbeitet. Oder wir haben Schnürsenkel in die Schuhe gesteckt, als ein neues Ordnungssystem eingeführt wurde. Immer wenn es irgendwelche Aktionen gab, waren wir Kinder mit dabei.

climbing girl

Erinnerst du dich daran, wie die Katalogbilder damals entstanden sind?

Ja, es gab damals ein dreitägiges Jack Wolfskin Familien-Event, das nannte sich KWOPS. Dort konnte man lernen, wie man Feuer macht, es gab Bootstouren auf dem See, wir haben Flöße gebaut und die Familien haben vor Ort gezeltet. Natürlich waren wir mit der Familie auch da und im Rahmen dieser Veranstaltung ist das eine Bild für den Katalog entstanden.

Für das andere Bild waren wir in einem Fotostudio. Neben mir sieht man meine jüngere Schwester, meinen jüngeren Bruder und eine Freundin. Ich erinnere mich, dass wir immer hin und her rennen mussten und so tun sollten, als würde es regnen. Das war 1997, ich war 11 Jahre alt. Das war schon etwas Besonderes. Aber mein Vater hat immer viel fotografiert, daher hatten wir keine Probleme damit.

Gab es Reaktionen von Freunden oder Bekannten? Wurdest du auf die Bilder im Katalog angesprochen?

Nein. Meine Freunde wussten ja alle, dass ich durch meine Familie mit Jack Wolfskin zu tun habe. Auch in der Schule war immer allen klar, dass wir die Familie mit den Outdoorklamotten sind, dass wir den Outdoorladen in Bonn hatten. Das war schon toll, als wir unseren zweiten Store eröffnet haben. Ich erinnere mich, wie wir als Kinder zwischen den beiden Läden hin und her gelaufen sind und Produkte abgeholt haben oder ähnliches. Mich hat es immer stolz gemacht, wenn Leute uns mit dem Steppenwolf und dem Jack Wolfskin Store in Verbindung gebracht haben.

War für dich immer klar, dass du beruflich in die Fußstapfen deiner Eltern treten würdest?

Nein, meine Eltern haben mir aber immer freigestellt, ob ich mit ins Geschäft einsteige. Ich musste nie, wollte aber immer gerne. Mit 16 habe ich angefangen, neben der Schule in der Buchhaltung mitzuhelfen. Dann habe ich ein Studium angefangen und bin dann doch bei einer Ausbildung im Jack Wolfskin Store gelandet. 2010 nach der Geburt meines Sohnes bin ich dann mit in die Geschäftsführung eingestiegen und seit 2016 führe ich den Laden hier komplett alleine. Ich bin also seit 35 Jahren fest mit der Marke verwurzelt.

Du hast selber einen Sohn, ist er auch schon in den Betrieb involviert?

Als ich ihn das erste Mal mit auf die Jack Wolfskin Ordertage mitgenommen habe, war er drei Monate alt. Inzwischen begleitet er mich nicht mehr auf die Store-Partner Meetings, da er ja in die Schule muss. Ich werde aber immer wieder nach ihm gefragt und alle sind ganz erstaunt, wie groß er jetzt schon ist. Da kommen dann die typischen Sprüche wie: „Ich erinnere mich noch, wie er damals auf dem Bode rumgekrabbelt ist”. Ich treffe auch Leute aus der Outdoorbranche von früher, die dann über mich sagen: „Ich weiß noch wie du damals auf meinem Schoß gesessen hast!” Mein Sohn hat auch schon bei der Inventur geholfen und er freut sich mit in den Laden zu kommen, wenn er mal schulfrei hat. Am liebsten verkauft und kassiert er.

Was verkauft sich besonders gut in deinem Laden?

In den letzten Tagen sind es die Mützen. Aber Jack Wolfskin ist ja vor allem für die Doppeljacke bzw. die 3-in-1-Jacke bekannt. Sehr viele Leute fragen nach Jacken mit herausnehmbaren Futter, und das schon immer. Im Winter vergeht kein Tag, an dem keiner danach fragt.

storemanager silja schneider

Was ist dein persönliches Lieblingsprodukt?

Ich stehe momentan total auf eine reflektierende Mütze, die Night Hawk Cap. Da ist ein Gewebe eingearbeitet, das erst mal schwarz erscheint. Aber sobald Licht darauf fällt, reflektiert sie sehr stark. Gerade wenn ich abends mit dem Hund draußen bin, ist das super, man wird direkt gesehen. Und wenn ich versuche, meinen Sohn dazu zu kriegen, eine Mütze anzuziehen, klappt das damit eher, weil er dann keine extra Reflektorbänder mehr braucht. Die Night Hawk Cap ist also im wahrsten Sinne des Wortes mein Highlight Produkt, das ich auch jedem immer wieder gerne empfehle.

Hat dein Sohn auch schon ein Lieblingsprodukt?

Er trägt seine Winterjacke sehr gerne, das ist die Argon Storm Jacket für Kinder. Die hält warm, ist dabei aber superleicht, was ihm besonders wichtig ist. Er will nicht mehrere Schichten übereinander tragen und keinen Pulli, so kann er einfach nur ein T-Shirt und die warme Jacke darüber anziehen. Von mir aus darf er auch so in die Schule gehen, weil ich weiß, dass er nicht frieren wird.