Parks Project – Gemeinsam die Nationalparks schützen

Parks Project verkauft Merchandise-Artikel für einen guten Zweck: Jedes erworbene Produkt unterstützt direkt eine von über 50 Non-Profit-Organisationen, die Parks und öffentliche Flächen in den USA und Kanada schützen. Somit werden die dringend benötigten Finanzmittel für die laufende Pflege der öffentlichen Flächen und Nationalparks gesichert. Wir sprachen mit dem Mitbegründer Keith Eshelman darüber, warum Nationalparks so unterstützenswert sind.

Wie bist Du auf die Idee für Park Projects gekommen?

Es fing alles 2013 in den Bergen von Santa Monica an, wo Sevag (Mitbegründer von Park Projects) und ich nach einem Waldbrand einen Freiwilligentag zur Wiederherstellung des Lebensraums organisiert hatten. Das befeuerte die Idee, mehr Menschen für die Parks zu begeistern und sich freiwillig zu engagieren. Wir wollten alle laufenden Projekte, von denen wir erfahren hatten, noch umfangreicher unterstützen.

Die ursprüngliche Vision von Park Projects war es, Freunde zu gewinnen, die sich freiwillig in unseren Parks engagieren, damit wir etwas bewirken und unsere Lieblingsorte unterstützen können. Wir wurden zu einer fleißigen Truppe – wir hatten Spaß an der Sache und feierten gerne nach getaner Arbeit bei einem kühlen Bier. Nach insgesamt 11 Jahren bei TOMS führte unsere gemeinsame Erfahrung in der Bekleidungsbranche und unser Verständnis von sozialem Unternehmertun zu der Idee, dass es doch ziemlich cool wäre, wenn Leute „die Sache“ auch tragen könnten.  

So begann sich die Idee um die Entwicklung von Produkten zu drehen, die verschiedene Projekte in den Parks aufgreifen würden, wobei der Erlös aus dem Verkauf zur Finanzierung dieser Projekte verwendet werden könnte. Wir fragten bei den Parkschutzbehörden nach, wie viel Unterstützung sie gebrauchen könnten und wie wir durch Finanzierung und Interessenvertretung wirklich etwas bewirken konnten. Wir suchten die für uns wichtigsten Projekte heraus, kreierten Bekleidungskollektionen und verwendeten die Verkaufserlöse dann zur Finanzierung der verschiedenen Projekte. Und so hat sich der Kreis geschlossen, denn wir organisieren immer noch ehrenamtliche Events, nutzen die Kleidung aber jetzt als Gelegenheit Geschichten über unsere Lieblings-Nationalparks zu erzählen, die unsere Unterstützung brauchen. Die Mission wird sich nie ändern – wir sind hier, um die Parks zu unterstützen.

Keith &Sevag
Co-Gründer Sevac Kazanci und Keith Eshelman

Welches war das erste Projekt vor Ort, das Park Project finanziell unterstützt hat?

Muir Woods, ein Projekt zur Wiederherstellung des Lebensraums in der Baumschule. es ist der Park, der meinem Heimatort Mill Valley am nächsten liegt. Wir konnten einen Einzelhändler an Bord holen und so einige Deals abschließen, und das Projekt somit finanziell unterstützen.

Wie viel von jedem Kauf fließt in die Projektfinanzierung?

Zwischen 5-20% des Kaufpreises gehen an die jeweilige gemeinnützige Organisation.

grant puckett

Wie wissen die Kunden, wo ihr Geld am Ende landet? Ist ein bestimmter Kauf an ein bestimmtes Projekt gebunden?

Wir haben einen Projekt-Tracker auf unserer Website, den wir vierteljährlich aktualisieren. Er hebt einige unserer größten News bei Projekten hervor, die von der Finanzierung von Jugendbildungsprogrammen bis hin zu Projekten zur Wiederherstellung des einheimischen Lebensraums reichen. Wir arbeiten mit über fünfzig gemeinnützigen Partnern der Nationalparks zusammen. Diese sogenannten Bodentruppen in den Parks können uns ihre dringendsten Bedürfnisse mitteilen und uns auch dabei helfen, den Fortschritt der von uns finanzierten Projekte zu verfolgen. Außerdem geben wir auf jeder unserer Produktseiten an, welche gemeinnützige Organisation und welches Projekt sie derzeit unterstützt.

Mit dem Merchandising hat das Parks Project eine tolle Außendarstellung, aber es gibt auch noch die Volunteer Alliance. Warum ist dieser Teil des Geschäfts so wichtig?

Es ist das Rückgrat unseres Unternehmens, in die Parks zu gehen und uns die Hände schmutzig zu machen! Die Freiwilligen-Allianz ist unsere Initiative, um das Bewusstsein auf nationaler Ebene zu verbreiten und eine Verbindung zu schaffen, damit die Menschen ihre heimischen Parks nicht nur genießen, sondern auch etwas zurückgeben können.

OlympicTrip ParksProject

Es ist allgemein bekannt, dass die Nationalparks unterfinanziert sind. Liegt es an privaten Unternehmen und NGOs, die Lücke zu füllen? 

Wir denken, es liegt an uns allen, diese besonderen Orte zu unterstützen. Gemeinsam können wir etwas bewirken und den künftigen Generationen einen besseren Ort hinterlassen als wir ihn vorgefunden haben.

Sollten sich deshalb mehr Unternehmen in sozialen Unternehmen engagieren? Ist es schwierig, oder ist es tatsächlich ein einfacher Weg, etwas zu bewirken?

Ich glaube zu hundert Prozent, dass jedes Unternehmen etwas Authentisches finden kann, das ihm etwas bedeutet und für sie selbst Sinn macht. Wenn sich alle etwas vornehmen, wird die Welt wird ein besserer Ort sein. Es muss nur gut durchdacht sein, sowohl aus der Sicht des Kunden als auch in operativer Hinsicht und in Hinblick wie das Ganze skaliert werden kann. Wir sind super stolz darauf, dass wir die gigantische Summe von über 850.000 Dollar an Projektfinanzierung erreichen konnten und das Modell für uns immer noch funktioniert. Wir glauben, dass es mit zunehmendem Wachstum weiterhin skalierbar sein wird, was der lohnendste Aspekt unserer Arbeit und unserer Vorgehensweise ist.

OlympicTrip_ParksProject

Kann man Eure Produkte in den Parks kaufen?

Unsere Produkte sind in vielen Geschäften in den Parks sowie bei allen REI (Recreational Equipment, Inc.) und Urban Outfitters erhältlich.

Und schließlich – welcher Nationalpark ist ihr Liebling und warum?

Yosemite: Das war mein erster Park, meine erste Rucksacktour, und es ist auch der erste Ort, den ich meinen Kindern gezeigt habe.

Produkte für den Schutz der Nationalparks