wertvolle tipps fürs reisen mit kindern

    Die Globetrotterin Jana Steingässer erkundet mit ihrem Mann und ihren vier Kindern von Australien bis Grönland, von den Alpen bis Südafrika regelmäßig die Welt. Ansteckend schildert sie, wie man in einer pulsierenden Großstadt, der arktischen Wildnis oder einer Sandwüste zusammen die schönsten Abenteuer erlebt und Kinder von ihren Erfahrungen mit fremden Kulturen profitieren. Für uns fasst sie einige wesentliche Tipps aus ihrem Buch "Gebrauchsanweisung fürs Reisen mit Kindern" (Piper Taschenbuch, erschienen 2018) zusammen.

    Reisen mit Kindern? Geht das überhaupt? Viele Eltern stellen sich genau diese Frage. Selbst wenn sie vorher noch so souveräne Reisende waren, steht plötzlich die Sorge um das Wohl des Nachwuchses im Mittelpunkt. Und die große Frage: Müssen wir jetzt Rucksack, Zelt und Wanderschuhe auf den Dachboden verbannen?

    Von Australien bis Grönland, von den Alpen bis Südafrika erkunden wir als sechsköpfige Familie regelmäßig die Welt. Nicht immer klappt unterwegs alles reibungslos. Manchmal treten wir dabei in Fettnäpfchen, geraten in Turbulenzen oder müssen mit spontanen Planänderungen zurechtkommen. Aber eines verrate ich euch jetzt schon: In all den Jahren, die wir um die Welt getingelt sind, gab es keine Herausforderung, die sich nicht meistern ließ. Und von jeder Reise-Etappe kommen wir zurück mit einem Schatz an Erfahrungen, von dem auch unsere Kinder über viele Jahre zehren.

    Kinder sind die geborenen Entdecker

    Trotzdem wäre es irrig zu glauben, dass Reisen mit Kindern das Selbe ist wie Reisen ohne Kinder – nur eben mit einer größeren Anzahl von Menschen an Bord. Das fängt schon mit den Reisevorbereitungen an, die plötzlich weit über das bekannte Maß hinausgehen. Da ist die Windel-Logistik zu klären, die Schulpflicht ruft und Familie und Freunde prophezeien, dass der Nachwuchs von Eisbären gefressen oder im Polarstrom ertrinken wird. Und damit kommen viele Fragen auf: Was ist eigentlich ein geeignetes Reiseziel mit Kindern? Wie bewegen wir uns vor Ort fort? Was, wenn unsere Kinder unterwegs krank werden, ihnen das Essen nicht schmeckt, das Klima nicht bekommt?

    In meiner Gebrauchsanweisung fürs Reisen mit Kindern erfahrt ihr, dass man mit Kindern in einer pulsierenden Großstadt, der arktischen Wildnis und einer Sandwüste die schönsten Abenteuer erleben kann. Mit welchen Tricks jeder auf seine Kosten kommt oder weshalb man bei Missgeschicken die Schuld am besten dem mitreisenden Alter Ego in die Schuhe schiebt. Und warum Kinder die geborenen Entdecker sind, von denen wir als Eltern eine ganze Menge lernen können.

    Hier bekommt ihr schon mal ein paar Tipps:

    1. Geht nicht, gibt’s nicht! Die größte Hürde bei der Planung von Reisen mit Kindern ist der eigene Kopf. Daher: Unsicherheiten abbauen, indem ihr vor der Abreise Menschen (am besten Familien mit Kindern) vor Ort kontaktiert und in Erfahrung bringt, ob eure Reisepläne realisierbar sind.

    2. Packt euch eine „Werkzeugkiste“, die euch zu souveränen Familien-Reisenden macht. Hinein gehören auf jeden Fall: Improvisationswille, Humor und Empathie. Denn auf Reisen werdet ihr nicht nur mit fremden Lebenswelten konfrontiert, sondern auch mit ungeplanten, manchmal unbequemen Situationen. Alles ist gut zu meistern, mit dem richtigen Werkzeug!

    3. Bei allen Sprachbarrieren funktioniert eine Kommunikationsform immer: Fußball! Bei Platzmangel erfüllt schon ein aufblasbarer, robuster Pilatesball den Zweck.

    4. „Heimat light“ im Rucksack mitnehmen. Schließlich kennt jeder von uns das nagende Gefühl von Heimweh, dass sich selbst bei der tollsten Reise manchmal einschleicht. Dann ist Vertrautes Balsam für die Seele. Ein MP3-Player mit den Lieblings-Hörspielen, ein paar Fotos von zu Hause, ein E-Book-Reader mit spannenden Büchern...

    5. Man kann sich ja noch so sehr lieben – nach einer Weile geht einem der Rest der Familie vielleicht trotzdem auch mal auf den Keks. In solchen Momenten hilft es, wenn jeder mal seinen eigenen Interessen nachgehen kann. Das füllt die Batterien schnell wieder auf.

    6. Wenn die Motivation bei den Kindern trotzdem mal auf einem Tiefpunkt ist, einfach mal einen Kinder-Bestimmer-Tag einlegen. Das hilft Stress abzubauen und sorgt auf beiden Seiten für extrem viel Spaß.

    Mehr von den Steingässers gibt es auf ihrem Blog Reiselabor.

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