Save the bees – 5 Wege, wie du helfen kannst

    Sie naschen von unserem Marmeladenbrot und sorgen beim Kaffee unter dem Apfelbaum für einen sommerlichen Soundtrack: Bienen sind die emsigen Arbeiter, die uns im Frühling neue Blüten und im Herbst eine reiche Ernte bescheren. Leider geht es ihnen nicht gut: Konventionelle Landwirtschaft, unser sorgloser Umgang mit der Natur und der Klimawandel haben für ein besorgniserregendes weltweites Bienensterben gesorgt. Dagegen sollten wir dringend etwas unternehmen!
    Nahaufnahme einiger Bienen im Anflug auf ihren Stock
    Bienen gehören zu den wichtigsten Tieren für unser Ökosystem und sollten deshalb unbedingt geschützt werden. Foto: Unsplash

    2007 verschwanden 90% der Wildbienenvölker in den USA, im Nahen Osten ging die Bienenpopulation kürzlich um 85% zurück. Und in Europa starben in den letzten Wintern 53% aller Wildbienen. Das hat mehrere Ursachen. Zum einen führt unsere moderne Landwirtschaft zum Aufbau von Monokulturen, was zu einem zu einseitigen Nahrungsangebot für die Bienen sorgt. Auch sie brauchen eine vielfältige Ernährung, um gesund zu bleiben. 

    Ein zusätzliches Problem sind konventionelle Pestizide, mit denen sich die Bienen bei der Nahrungssuche vergiften. So geschwächt sind sie anfälliger für Krankheitserreger. Vor allem die sich schnell verbreitende Varroamilbe ist eine zunehmende Bedrohung. Und die verfrühten Blütephasen, Wärmeperioden im Winter und starken Temperaturschwankungen, die der Klimawandel mit sich bringt, zehren zusätzlich am Energievorrat der Bienen.

    Deshalb ist die Biene so wichtig

    Fast 80% aller Nutz- und Wildpflanzen werden von der Honigbiene bestäubt und würden ohne sie schnell von der Erdoberfläche verschwinden. Deshalb gilt sie als drittwichtigstes Nutztier in der westlichen Welt, vor ihr stehen nur noch Rinder und Schweine auf der Liste. Ein weiterhin rapides Bienensterben hätte für uns Menschen verheerende Auswirkungen. Schon Albert Einstein wusste:

    Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.

    Wir haben einige Tipps und Tricks, wie du deinen Teil dazu beitragen kannst, dass es den Bienen in diesem Sommer besser geht.

    1. Ganz natürlich

    Hobbygärtner sollten im eigenen Garten Pestizide, Herbizide und Fungizide unbedingt vermeiden. Sie setzen sich auf den Pflanzen ab, die Bienen nehmen sie mit ihrer Nahrung auf, vergiften sich und sterben. Schon kleinste Mengen machen hier den Unterschied. Setz deshalb auf natürliche Pflanzenschutzmittel wie Pflanzenjauche, Kamillen- oder Zwiebelbrühe.

    2. Regional gewinnt

    Besonders beim Honig machen Herkunft und Herstellung den Unterschied. Kauf am besten lokal beim Imker deines Vertrauens. Auf dem Wochenmarkt kannst du oft direkt mit dem Imker ins Gespräch kommen und sicherstellen, dass der Honig aus nachhaltiger Bienenhaltung stammt. Vermeide außerdem konventionell hergestellten Honig und ausländische Massenprodukte aus dem Supermarkt.

    Auf einem Tusch stehen Honig, Brot, eine Tasse Tee und ein Messer. Aufnahme aus der Vogelperspektive.
    Achte darauf, dass der Honig für dein Honigbrot aus nachhaltiger und artgerechter Bienenhaltung kommt. Foto: Unsplash


    3. Wasser für die Bienen

    Auch Bienen haben Durst. Gerade in trockenen Sommern ist es wichtig, dass die fleißigen Arbeiter Wasserstellen finden. Selbst dann, wenn du nur einen kleinen Balkon oder ein Fensterbrett hast, kannst du eine flache Schale mit Wasser bereitstellen, an der sich die kleinen Helfer erfrischen können. Schon das allein macht einen großen Unterschied für so manches Bienenvolk.

    4. Pflanze Bienenfutter

    Du bist dir noch nicht sicher, welche Pflanzen es dieses Jahr in dein Beet schaffen sollen? Go bee-friendly und entscheide dich für Pflanzen, die den Insekten eine stabile Nahrungsquelle bieten. Dazu gehören Himbeere, Sonnenblume, Steinklee, Schlehen, Efeu oder Apfel. Für den Balkon eignen sich Thymian, Basilikum und auch einige Lilien-Arten oder Geranien.

    5. Unkraut ist wichtig

    Schon unsere Eltern und Großeltern haben im Sommer Stunden damit zugebracht, im Garten gewissenhaft Unkraut zu jäten. Dabei sind gerade die Pflanzen, die wir als "Unkraut" verstehen, oft besonders wichtig für die Bienen. Lass deshalb in deinem Garten gerne an einigen Stellen Wildwuchs zu. Das ist nicht nur toll für die Bienen, sondern erspart die außerdem ordentlich Arbeit. Eine klare Win-win-Situation.

    Unser sorgloser Umgang mit der Natur hat in den letzten Jahren nicht nur den Bienen, sondern Insekten im Allgemeinen zu schaffen gemacht. Global geht die Anzahl an Insekten deutlich zurück, was im Ganzen ein echtes Warnsignal für uns sein sollte. Deshalb sind schon diese kleinen Schritte so immens wichtig!

    Wenn Dir der Umweltschutz auch beim Shopping ein Anliegen ist, kannst Du auf unsere TEXAPORE Ecosphere-Kollektion zurückgreifen. Bei ihr verwenden wir recycelte Kunstfasern – teilweise schon zu 100%! Weil es allerhöchste Zeit ist, einen Schritt weiter zu gehen, entwickeln wir nachhaltige Produkte, die einen Unterschied machen.

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