Projekt Bergsommer – Element Wasser

05.09.2014

Projekt Bergsommer – Element Wasser

500 Kilometer Fußmarsch von Meereshöhe auf meinen 2904 Meter hohen Hausberg und atemberaubende Gleitschirmflüge durch das Glarnerland liegen bereits hinter mir. Nun werde ich mit meinem aufblasbaren Stand-Up-Paddle-Board von Bergsee zu Bergsee wandern und im Element Wasser mein Projekt Bergsommer abschließen.

Bereits nach zwei Tagen merke ich, dass ich es in der geplanten Form nicht schaffen kann. Fast 50 Kilogramm Gepäck schleppe ich auf meinem Wanderanhänger und Rucksack alpine Wanderwege hinauf. Das Gewicht wäre noch ertragbar, doch je höher ich komme, desto steiniger, steiler und unwegsamer werden die Wanderwege.

Aus 50 mach 20 kg

Immer mehr bleibe ich zwischen Steinblöcken stecken und der Wanderanhänger droht auf dem schlammigen Untergrund wegzurutschen. Wahrscheinlich könnte ich ihn nicht schnell genug von meinem Rucksack lösen und würde mit ihm in die Tiefe stürzen.Noch nie war ich körperlich so am Limit. Ich befinde mich nur wenige Kilometer vor meiner eigenen Haustüre und trotzdem fühle ich mich gerade alleine und hilflos der Natur ausgesetzt. Mit letzten Kräften schleppe ich mich ins Tal zurück. Ich muss meine Route anpassen. Ich beschließe die Bergseen einzeln von Tal aus zu besteigen anstelle sie auf einer Rundwanderung miteinander zu verbinden. So reduziert sich das Gepäck beim Aufstieg auf angenehme 20 Kilogramm, welche ich gut mehrere Stunden den Berg hochtragen kann.

Der kristallklare Abschluss

Chüebodensee, Häxenseeli, Oberblegisee, Bergsee für Bergsee erklimme ich zusammen mit meiner Partnerin. Oben angekommen pumpen wir unsere Stehpaddelbretter auf und paddeln durch kristallklares Wasser. Eine frische Bergbrise treibt uns leicht voran und nach nur wenigen Metern befinden wir uns schon auf der anderen Seeseite. Doch egal wie groß oder klein die Bergseen auch sein mögen, in allen steckt ein Teil meines Abenteuers.

Mit dem Element Wasser geht mein Projekt Bergsommer zu Ende. Vieles habe ich erlebt auf meiner Reise, die ich vor 6 Wochen in Genua startete. Immer wieder stand ich vor Herausforderungen, welche mein Projekt ins Wanken brachten. Große Schwierigkeiten verwandelte ich in kleine und kleine in gar keine. Es tat sich immer wieder ein neuer Weg auf, dem ich weiter folgen konnte.

Warum in die Ferne schweifen?

Aus meiner Reise, welche mich aus der Ferne nach Hause führte habe ich gelernt, dass ich auch vor der eigenen Haustüre wahre Abenteuer erleben kann. Ich brauche nicht unbedingt die Ferne, es genügt schon die Phantasie und der Mut nach draussen zu gehen und unbekannte Wege zu erforschen. Wir alle leben in einer wunderbaren Welt, die so vieles zu bieten hat. Lasst uns die Augen öffnen und beginnen sie zu entdecken. Draussen ist Überall!

Thomas Oschwald

Thomas Oschwald

„Ich will ein Leben mit großen Herausforderungen und Überraschungen!“

Reisen und Expeditionen finden in Thomas’ Leben ebenso Platz wie die Arbeit als Fotograf und Webdesigner. Sein Streben, das Unmögliche möglich zu machen, trieb ihn zu Fuß durch ganz Frankreich und tausende Kilometer auf dem SUP übers Wasser.

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